Was ist Breathwork?

Atemtechniken werden seit Jahrtausenden gelehrt, um die psychische und physische Gesundheit zu verbessern.

Unter Breathwork werden Atemübungen und Atemmeditationen zusammengefasst, die das Nervensystem stimulieren oder in andere Bewusstseinszustände versetzen.

Arten von Breathwork

Löwenzahn mit losgelassenen Samen, die in die Luft fliegen.

Der Atem als Werkzeug zur Selbstregulation

Stress, Überlastung und traumatische Erlebnisse führen dazu, dass unser autonomes Nervensystem uns dauerhaft in Alarmbereitschaft hält. Dadurch sinkt unsere Toleranz für die Herausforderungen des Alltags und Stressreaktionen (Kampf, Flucht, Erstarrung, Anpassung) werden schneller ausgelöst.

Genau hier kann die bewusste Atmung für Erleichterung sorgen, denn sie hat einen direkten Einfluss auf das autonome Nervensystem und hilft, wieder Sicherheit im eigenen Körper zu finden, uns zu stabilisieren und mehr Resilienz zu erlangen.

Der Atem als Werkzeug zur Selbstregulation


Eine Person mit langen, braunen Haaren, die ihr Gesicht mit den Händen bedeckt, liegt auf einem bunten, mandalaartigen Teppich.

„Ich fühle mich meinen Emotionen ausgeliefert”

Ohnmachtsgefühle sind für viele von uns Teil des Alltags geworden. Katastrophale Nachrichten, Überstimulation, Einsamkeit, Arbeitsdruck, Beziehungsstress - die Liste der Gründe für intensive Emotionen ist lang.

Destruktive Copingstrategien, zwanghaftes Im-Kreis-Denken oder übermäßige Ablenkung entstehen aus der Not heraus, uns nicht regulieren zu können. Während wir im Außen oftmals einen begrenzten Handlungsspielraum haben, gibt es jedoch hilfreiche Methoden, mit denen wir Sicherheit und Stabilität in uns selbst finden können.

Breathwork ist eine simple Modalität mit großer Wirkung.

Bei der aktiven Atemmeditation kannst du tiefsitzende oder blockierte Emotionen freisetzen, durchleben und anschließend gehen lassen. Dieser Verarbeitungsprozess hilft dir dabei, wieder mehr Kapazitäten für zukünftige Herausforderungen zu schaffen. Stabilisierende Atemübungen für unterwegs dienen dir außerdem als Tool zur Selbstregulation, wo immer du gerade bist.

Warum „trauma-sensitiv”?

trauma-sensitives Arbeiten bedeutet:

  • du bestimmst die Geschwindigkeit und Intensität, die du dir zutraust

  • du bist ExpertIn für dich selbst, ich stehe dir helfend zur Seite und leite dich durch die Erfahrung

  • du hast immer eine Wahl, dein Nein wird gehört

  • du erfährst zu Beginn jeder Session, was geplant ist, es gibt keine Überraschungen

  • deine individuellen Bedürfnisse fließen in meine Planung der Session ein

Als jemand, der selbst traumatische Erlebnisse verarbeiten musste, weiß ich, was es bedeutet, um Hilfe zu bitten und dabei durch Unwissen oder Achtlosigkeit retraumatisiert zu werden. Für mich war eine Schulung für trauma-sensitives Arbeiten deshalb ein wichtiger Bestandteil meiner Ausbildung.

Trauma-sensitive Arbeit mit dem Atem